Wie lange sollte deine Heizung derzeit täglich laufen? Experten verraten den optimalen Zeitplan für gemütliche Wärme bei maximaler Effizienz

Der jüngste Kälteeinbruch zeigt, dass der Winter noch einige frostige Tage bringen wird. Für viele stellt sich deshalb die Frage: Wie viele Stunden am Tag sollte die Heizung laufen, um es gemütlich zu haben, ohne dass die Heizkosten explodieren? Richtig heizen spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch den Energieverbrauch — ein wichtiger Punkt bei hohen Energiepreisen.
Was die Experten sagen
Nicholas Auckland von Trade Radiators erklärt, dass die meisten berufstätigen Haushalte ihre Heizungen nur für wenige Stunden am Tag nutzen. „Die meisten durchschnittlichen berufstätigen Haushalte haben tagsüber Personen außer Haus und sind hauptsächlich morgens und abends zuhause.“ Sein Rat: 2 bis 3 Stunden morgens und bis zu 5 Stunden nachts, also insgesamt höchstens maximal 8 Stunden Heizen pro Tag.
Nick Duggan, Direktor von The Radiator Centre, meint, dass die Steuerung per Timer effizienter ist als dauerhaftes Laufenlassen auf niedriger Stufe. „Wenn die Heizung ständig läuft, selbst bei niedriger Temperatur, arbeitet Ihr Heizkessel weiterhin und verbraucht unnötig Energie. Durch das Setzen eines Timers wärmen Sie Ihr Zuhause nur dann, wenn Sie es tatsächlich brauchen,“ erklärt Duggan.
Praktische Empfehlungen fürs Heizen
Jamie Heath von Build & Plumb empfiehlt, die Heizung etwa 30 Minuten vor dem Aufwachen einzuschalten, damit es morgens angenehm warm ist. Wenn tagsüber niemand zu Hause ist, sollte die Heizung ausgeschaltet bleiben, bis etwa 30 Minuten vor der Rückkehr. Alternativ können mittags kleine Heizgeräte wie ein Dreo-Elektroheizgerät genutzt werden, um nur einzelne Räume zu erwärmen. Für die Nacht rät er, eine Absenktemperatur von Heizung nachts von 16 bis 18 Grad Celsius zu programmieren, um den Energieverbrauch zu senken.
Was die Heizdauer beeinflusst
Wie lange geheizt werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab: den Anwesenheitszeiten der Bewohner, der Wärmehaltefähigkeit des Hauses und der Anzahl der Heizkörper. Ein schlecht isoliertes Haus braucht längere Heizzeiten, während ein nach Süden ausgerichtetes Haus dank Sonneneinstrahlung weniger heizen muss. Auch Alter und Gesundheitszustand der Bewohner spielen eine Rolle — Familien mit kleinen Kindern oder älteren Menschen sollten mehr Heizstunden einplanen.
Einige Tipps, um Energie zu sparen
Neben dem richtigen Heizverhalten gibt es weitere Hebel für bessere Energieeffizienz. Zugluftstopper, erhältlich für 5,75 € bei Amazon, halten die Wärme im Haus und sind preiswerte Helfer. Auch ein Smart-Thermostat wie das Hive-Modell für 73,60 € kann helfen, die Heizkosten zu reduzieren.
Langfristig lohnt sich die Prüfung von Heizungsanlage und Dämmung. Der Einsatz von tragbaren Heizgeräten und das Nicht-Heizen ungenutzter Räume können ebenfalls die Rechnung drücken. „Heizen in kurzen, kontrollierten Stößen verbraucht insgesamt weniger Brennstoff und senkt die Energierechnung, besonders in kälteren Monaten,“ schließt Duggan.
Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass bewusstes Heizen nicht nur Geld spart, sondern auch den Energieverbrauch verringert. Gerade bei steigenden Preisen und im Blick auf Nachhaltigkeit zahlt sich vorausschauendes Verhalten zusammen mit moderner Heiztechnik für Wohnkomfort und Effizienz aus.