Diese kleine Anpassung im Haus verhindert, dass jeden Morgen erneut Kondenswasser an deinen Fenstern entsteht

Kondensation und hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sind in den kalten Wintermonaten weit verbreitet. Das ist mehr als nur lästig — es kann zu Schimmelbildung, Schäden an den Wänden und gesundheitlichen Problemen führen. Wer die Ursachen kennt und gezielt handelt, kann für ein gesundes Raumklima sorgen.
Woran Kondensation und Feuchte liegen
Kondensation entsteht, wenn warme, feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft, zum Beispiel ein Fenster. Die überschüssige Feuchtigkeit schlägt sich dann als Wassertropfen nieder. Besonders im Winter verstärkt sich dieses Ungleichgewicht zwischen Innenluftfeuchte und Oberflächentemperatur.
Aktivitäten wie Kochen, Duschen, das Trocknen von Wäsche und das Atmen der Bewohner erhöhen die Innenraumfeuchte zusätzlich. Schlechte Lüftung und unzureichende Dämmung verschärfen das Problem weiter und können zu Schimmel, schlechterer Luftqualität und sichtbaren Schäden an den Wänden führen.
Richtig lüften — so geht’s
Regelmäßiges und korrektes Lüften ist wichtig, um die Luftfeuchte zu reduzieren. Es wird empfohlen, die Fenster täglich 10 bis 15 Minuten zu öffnen, auch bei Kälte. So erneuert sich die Innenluft effektiv.
Gibt es eine kontrollierte mechanische Belüftung (VMC, oft auch KWL genannt), sollte diese einwandfrei funktionieren und feuchte Luft aus Küche und Bad ableiten. Fehlt eine solche Anlage, bringt das gleichzeitige Öffnen mehrerer Fenster Durchzug und verbessert die Luftzirkulation.
Temperatur und Heizung sinnvoll einstellen
Ein gleichmäßiges Temperaturniveau hilft, Kondensation zu vermeiden. Experten empfehlen 19 und 20 °C in den Hauptwohnräumen und 17 bis 18 °C in den Schlafzimmern. Starkes Aufheizen der Räume direkt vor dem Lüften sollte man vermeiden, weil das die Lage verschlimmern kann.
Alltagsmaßnahmen gegen Feuchte
Kleine Verhaltensänderungen bringen oft viel:
- Töpfe beim Kochen abdecken.
- Dunstabzug in der Küche und Abluftventilator im Badezimmer nutzen.
- Keine Wäsche in Wohnräumen trocknen.
- Elektrische Wäschetrockner nur in gut belüfteten Räumen betreiben.
- Kurz duschen und danach gründlich lüften.
Diese Gewohnheiten senken die Innenraumfeuchte deutlich.
Natürliche und elektrische Entfeuchter
Natürliche Feuchtebinder wie Schalen mit grobem Salz oder Katzenstreu kann man an betroffenen Stellen aufstellen, um Feuchtigkeit zu absorbieren. Pflanzen wie Friedenslilie (Spathiphyllum) und Englischer Efeu (Hedera helix) wirken ebenfalls feuchteresorbierend. Solche Lösungen sind günstig und umweltfreundlich, entfalten ihre volle Wirkung aber meist nur in Kombination mit anderen Maßnahmen.
Elektrische Entfeuchter sind eine weitere Option, vor allem in Räumen mit chronischer Feuchtigkeit. Diese Geräte entziehen der Luft Wasser und sammeln es in Auffangbehältern. Für kleinere Räume eignen sich tragbare Modelle, während fest eingebaute Geräte die Feuchte in ganzen Wohnbereichen regulieren können.
Warum Dämmung wichtig ist
Gute Isolierung von Fenstern und Wänden spielt eine große Rolle. Einfachverglasung begünstigt Temperaturunterschiede und damit Kondensation. Der Austausch gegen Doppel- oder Dreifachverglasung verringert das Risiko deutlich. Ebenso sollte der Zustand der Fenster- und Türdichtungen überprüft werden, damit keine kalten Zugluftstellen entstehen und die Dämmung ihre Wirkung entfalten kann.
Die Reduzierung von Kondensation und Feuchtigkeit durch gezielte Maßnahmen verbessert den Wohnkomfort, schützt die Bausubstanz und die Gesundheit der Bewohner. Mit regelmäßigem Lüften, sinnvoller Gerätenutzung und kleinen Anpassungen im Alltag lässt sich ein angenehmes und gesundes Wohnklima schaffen.