Archäologen Entdeckten Nach dem Folgen einer Verborgenen Treppe ein 400 Jahre Altes Grabgewölbe

Überraschende Funde bei der Restaurierung der Kirche Saint Philibert in Dijon
Überraschende Funde bei der Restaurierung der Kirche Saint Philibert in Dijon

In der malerischen Stadt Dijon in Frankreich haben sich die Restaurierungsarbeiten an der Kirche Saint Philibert zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Jahrhunderte entwickelt. Ursprünglich sollten Schäden am Bau beseitigt werden, doch die Arbeiten förderten unerwartet interessante Funde zutage, die die historische Bedeutung des Ortes deutlich machen.

Wo die Kirche steht und warum sie historisch wichtig ist

Die Kirche Saint Philibert, ein imposantes Bauwerk aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, ruht auf mehreren Vorgängerbauten. Seit ihrer Entstehung hatte die Kirche unterschiedliche Nutzungen und diente im 18. und 19. Jahrhundert sogar als Salzlager. Diese frühere Nutzung hinterließ Spuren: Der im Bau eingeschlossene Salzgehalt führte in Verbindung mit der in den 1970er Jahren eingebauten beheizten Betonplatte zu Schäden am steinernen Fundament — das brachte die heutigen Arbeiten ins Rollen.

Die Untersuchungen liefen unter der Leitung des Französischen Nationalinstituts für präventive archäologische Forschung (Inrap), vertreten durch die Archäologinnen Clarisse Couderc und Carole Fossurier. Das Team begann mit Tiefenuntersuchungen der Fundamente, die schnell in eine umfassendere archäologische Untersuchung mündeten.

Was die Grabungen zutage brachten

Bei den Ausgrabungen kamen bedeutende Funde ans Licht, die die frühere Nutzung des Geländes belegen. Archäologen entdeckten Sarkophage aus der spätantiken und merowingischen Zeit; diese Särge waren ursprünglich in einem älteren Gebäude als erste Begräbnisstätte platziert worden. Unter ihnen fand sich ein Sarkophag mit einem kunstvoll skulptierten Deckel — ein seltener Fund.

Außerdem wurden Grabplatten aus dem 11. bis 13. Jahrhundert freigelegt sowie Reste frühmittelalterlicher Mauern. Die Mauerreste zeigen Fischgrätmauerwerk, das auf das 10. Jahrhundert datiert wurde. Diese Schichtenfolge verdeutlicht die lange und komplizierte Baugeschichte des Ortes.

Überraschung in der Bestattungskammer

Besonders spannend war die Entdeckung einer vergessenen Treppe, die zu einer etwa 400 Jahre alten Bestattungskammer im Querhaus (Transept) der Kirche führte. Dort fanden die Archäologen Särge mit den Überresten von Kindern und Erwachsenen, die in einfachen Leichentüchern gewickelt waren.

Beigaben wie alte Münzen und Rosenkränze lieferten zusätzliche Einblicke in die Bestattungsbräuche der jeweiligen Zeit. Die Kammer deutet darauf hin, dass die Kirche während des Übergangs von der römischen Epoche zum Frühmittelalter eine wichtige Bestattungsstätte gewesen sein könnte, so die Einschätzung der Inrap-Expertinnen und -Experten. Gleichzeitig werfen diese Funde Fragen auf: Welche weiteren Geheimnisse mögen noch unter den Mauern verborgen sein?

Was das bedeutet und wie es weitergeht

Die Entdeckungen machen deutlich, wie bedeutsam die Kirche Saint Philibert als Schnittstelle verschiedener Epochen und Baustile ist. Das Wissen um die übereinanderliegenden historischen Schichten weckt Neugier auf mögliche weitere Funde. Welche verborgenen Schätze die Stätte noch birgt, bleibt offen — und lädt zu weiteren Untersuchungen ein.

Dieser bemerkenswerte Blick in die Vergangenheit ermutigt dazu, tiefer zu graben und weiter zu forschen, um die komplizierte Geschichte solcher wichtigen Orte besser zu entschlüsseln und zu erhalten.